Benedikt Jahn

Weltenbauer & Autor

Klischee-Magier

Ein junger Zauberer, eine sprechende Füchsin und ein chaotisches Erbe in einer misstrauischen Kleinstadt. Willkommen in Keltinsbrunn.

Der Kern der Welt

Das Klischee-Magier-Projekt dreht sich um Telesion und die Kleinstadt Keltinsbrunn. Telesion, ein junger Zauberer und von Haus aus eigentlich Akademiker, wird als neuer Stadtzauberer in Keltinsbrunn eingesetzt. Zusammen mit seiner besten Freundin, der sprechenden Füchsin Ilbea, versucht er, in der Stadt fußzufassen und seinen Platz in der Welt zu finden.

Doch so einfach, wie erwartet, ist es nicht. Die Einwohner von Keltinsbrunn sind misstrauisch. Der letzte Stadtzauberer ist vor mehr als 20 Jahren verrückt geworden und in die Berge abgehauen. Ein verdrehter Magie-Historiker, der Telesion ein riesiges, chaotisches Erbe hinterlassen hat. Der junge Zauberer muss nicht nur das Durcheinander des alten Zaubererdomizils wieder herrichten und sich ein Zuhause aufbauen, sondern sich auch all den Voruteilen stellen, die in Keltinsbrunn gegnüber Magie und Zauberern grasieren. Und wär das nicht schon genug, ist auch die Fortune, eine Art Blitzableiter für chaotische Magie des Zaubererdomizils im Laufe der Zeit kaputt gegangen. Das angestaute Chaos wächst und wächst. Telesion muss eine Möglichkeit finden, es abzulassen, ohne noch mehr Misstrauen gegen sich zu erzeugen.

Hilfe bekommt er dabei von Elara, jungen Archivarin der Stadt. Sie schielt auf all die zurückgebliebenen Bücher von Telesions Vorgänger. Und sie liebt Rätsel.

Ursprung

Es ist Herbst 2024. Ich sitze auf meiner Couch in Rosenheim. Auf meinem Tisch ein heißer, dampfender Tee, der meine Wohnung in eine Wolke herrlichen Kräuter-Dufts hüllt. Auf meinem Schoß liegt ein Notizbuch. Ich schreibe gerade kleine Artikel für mein Lirzakin-Projekt. Eigentlich. Denn in der Ralität schreibe ich schon seit sicherlich einer Stunde nicht mehr. Stattdessen blicke ich nach draußen. Schaue Tropfen zu, wie sie auf meine Terrasse, mein Kräuterregal plätschern. Und meine Gedanken sind schon längst nicht mehr bei Lirzakin, sondern stattdessen in einem kleinen Laden. Einem Laden für Zauberei.

Das Bild

Alles ist vollgestellt mit Ampullen, Glasfläschchen, Körben voller Kräuter, Steine, Kristalle und komplizierten Apparaturen. Bronzene Sphären liegen vorsichtig drappiert unter Glasglocken in kleinen Nischen. An einem Fass hängt ein Schild „Hitzeelixier – 1 Taler je kl. Amphore“. Die getrockneten Kräuter, die an Seilen unter der Decke hängen, hüllen mich ein in ihren Duft. Große gotische Fenster bieten einen Blick nach draußen auf einen Marktplatz. Es regnet; rauscht, plätschert. Menschen eilen vorbei. Gegenüber unter einer Arkade sitzt eine Gruppe Männer und Frauen an einem Tisch und lacht. Auch vom Tresen des Zauberladens kommt ein Kichern. Ein junger Zauberer, ganz in braun und blau gekleidet, werkelt an einer neuen, kleinen Bronzesphäre. Neben ihm auf einem Fass sitzt eine junge Frau mit rotem, spitzen Hut und erzählt aufgeregt von alten Büchern, die sie erst heute gefunden hat. Am Fenster, auf einer Kiste mit Holzkugeln, liegt eine rote Füchsin und schnurrt, als die junge Frau sie hinter den Ohren krault.

Dieses Bild, das sich plötzlich an diesem regnerischen Tag vor mein inneres Auge gedrängt hat, war die Geburtsstunde meines Projekts Klischee-Magier.

Mittlerweile haben die drei ihre Namen gefunden: Telesion, der Zauberer. Elara, die junge Frau. Ilbea, die rote Füchsin. Und aus diesem einen Bild habe ich eine Welt gebaut. Wie ist diese Konstellation entstanden? Was ist das für ein Laden? Wieso gibt es ihn? Wer sind die drei Personen? Und was hat sie an diesem Moment zusammengeführt?

Dieses Projekt ist die Manifestation eines Gefühls, einer Atmosphäre. Ein Ort, wie man ihn an einem Herbstabend vor dem Kamin zur Abendstunde erträumt. Friedlich, warm und dennoch spannend genug, dass man wissen will, was denn eigentlich als nächstes passiert.

Ein paar Details

Klischee-Magier?

Ja wieso denn ausgerechnet dieser Name für das Projekt?

Das hat einen ganz einfachen Grund. Telesion ist für mich der Urtypus eines Zauberers. Jung, klug, mächtig, lieb und dennoch ein Idealist in allem, was er tut. Vielleicht ist mein Bild eines Zauberers damit drastisch anders als das der meisten Menschen (mir wird oft gesagt, das wäre er der alte Mann mit weißem Bart). Umso wichtiger, dass ich dieses Projekt schreibe und meine Vision eines Zauberers weiter in die Welt trage.

Wird das Buch nun Klischee-Magier heißen? Natürlich nicht. Es ist lediglich ein Arbeitstitel und das auch nur für das gesamte Projekt, nicht einmal für das Buch, das momentan unter dem Titel Telesion geschrieben wird. Zumal „Magier“ und „Zauberer“ in dieser Welt ein Unterschied ist und Telesion sicher empört wäre, zu hören, dass ich ihn hier als Magier betitel.

Abschliessende Worte

Ich habe wirklich lange Zeit High-Stakes-Fantasy geschrieben. Große Schlachten, länder-, kontinent- oder sogar weltumspannende Geschichten in epischen Welten. Doch hiermit wage ich mich in ein für mich bisher ganz neues Feld vor. Die Cozy-Fantasy. Ich möchte eine Welt erschaffen und ein Buch schreiben, bei dem man Tee trinken, träumen und sich wohlfühlen kann. Ein Werk, das dem Leser ein Lächeln ins Gesicht und ein warmes Gefühl in der Brust erzeugt.

Noch nicht genug?

Gerüchten zu folgen, ist die mysteriöse Organisation W.O.R.T.A.S.T.I.K auch auf Keltinsbrunn aufmerksam geworden und hat ihre Fühler danach ausgestreckt. Schau nur, was sie bereits zusammengetragen haben.

Musik zum Projekt

Während ich an der Welt und besonders dem ersten Buch in diesem Projekt arbeite, höre ich am liebsten LoFi; insbesondere die Playlist „reading in a cozy library“ von Kristen Sevilla. Hör doch für das beste Leseerlebnis selbst gerne mal rein:

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